Geologie


Madeira liegt auf der Afrikanischen Platte und ist durch einen Hot Spot entstanden. Die Insel selbst ist nur das oberste Viertel eines Vulkansystems. Die Klippen fallen unter der Wasseroberfläche bis zu 4.000 m bis zum Meeresgrund ab.
Da Madeira in mehreren vulkanischen Phasen entstanden ist, die erste begann vor etwa 18 Millionen Jahren, die letzte endete erst vor ca. 6.450 Jahren, ist die genaue Lage der jeweiligen Krater nicht mehr auszumachen. Überbleibsel sieht man an vielen Stellen im Inselinnern. Beeindruckend sind die ehemaligen Schlotgänge der Vulkane, die anders als das sie umgebende Gestein noch nicht von der Erosion abgetragen wurden. An einigen Stellen im Hochgebirge sieht man außerdem auffällige Bergkuppen oder Felsklippen.
Die Lavahöhle Grutas de São Vicente entstand in dieser letzten Phase vulkanischer Aktivität. Ein röhrenförmiger Hohlraum blieb zurück, als sich die abfließende Lava an der Oberfläche abkühlte und verfestigte. Unterhalb der Oberfläche floss die Lava mit hoher Temperatur und großer Fließgeschwindigkeit durch diese Röhre.

Die Flüsse der Insel haben meist ein sehr starkes Gefälle. Zahlreiche Wasserfälle führen direkt zum Meer.

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Der Pico Ruivo ist mit 1862 m der höchste Gipfel Madeiras und zugleich einer der höchsten Gipfel Portugals. Die Küste von Madeira ist steil und felsig. Cabo Girão, das "Kap der Umkehr", ist die höchste Steilküste Europas mit einer Höhe von 580m. Fajã bezeichnete man die schwer erreichbaren fruchtbaren Landzungen, die ebenso wie die kleinen fruchtbaren Hochplateaus, die Achadas, als Ackerbauflächen dienten.

Wussten Sie schon?

Der berühmte Madeirawein

Der weltweit einzigartige Wein aus Madeira.

Der Madeirawein ist durch puren Zufall entstanden. Im 15. Jahrhundert nahmen portugiesische Seefahrer Portwein in Holzfässern auf ihre langen Schiffsreisen mit. Sie stellten am Ende der Reise, die oft durch die Tropen führte, fest, dass übriggebliebener Wein weicher und milder wurde. Er gewann an Geschmack und so wurde der Transport von Portwein von da an gezielt durchgeführt. Heute wird der Wein längst nicht mehr auf die lange Seereise geschickt, sondern drei bis fünf Monate lang bei 45°C bis 75°C gelagert.

Madeira-Wein kann sehr wertvoll werden: so wurde eine Flasche Madeira-Wein berühmt, weil sie im Auktionshaus Sotheby’s in New York am 10 Mai 1997 für rund 22.000 Dollar ersteigert wurde. Es handelte sich um einen Madeira-Wein aus dem Jahr 1800, der einst im Besitz von Thomas Jefferson war. Zur Versteigerung gebracht wurde die Flasche von Barrie Larvin, dem Besitzer des Hotel Casino Rio de Las Vegas.

Vintage Madeira ist die Königsklasse der Madeiraweine. Er trägt eine Jahreszahl auf der Flasche und enthält ausschließlich Wein aus diesem Jahrgagng.  Er muss aus einer der edlen Rebsorten (Sercial, Verdelho, Bual, Malvasia, Terrantez) gekeltert und mindestens 20 Jahre im Fass gereift sein. Die meisten Vintage Madeiras lagern allerdings viel länger im Fass, zum Teil mehr als hundert Jahre. Auch ist das traditionelle Canteiro-Verfahren, in dem die Weine durch die Sonne erhitzt werden, vorgeschrieben.
Einen Glas eines solch edlen Madeiraweins zum Abschluss des Tages heißt Madeira genießen.